Themen und Erkrankungen dieser Hauptgruppe
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Hereditäre Neuropathien 4
Charcot-Marie-Tooth-Erkrankungen – CMT/HMSN
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetHNPP – hereditäre Neuropathie mit Neigung zu Drucklähmungen
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetHereditäre motorische Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetHereditäre sensible und autonome Neuropathien
Erkrankung öffnen →Immunvermittelte Neuropathien 7
CIDP – chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetAutoimmune Nodopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetGuillain-Barré-Syndrom – GBS
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMultifokale motorische Neuropathie – MMN
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetVaskulitische Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetParaproteinämische Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetAnti-MAG-Neuropathie
Erkrankung öffnen →Amyloidneuropathien 2
Häufige erworbene Polyneuropathien 10
Diabetische Polyneuropathie
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetAlkoholassoziierte Polyneuropathie
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetVitaminmangelbedingte Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMedikamentenbedingte Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetChemotherapie-induzierte Polyneuropathie – CIPN
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetToxische Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetInfektiöse Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetParaneoplastische Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetWeitere metabolische Neuropathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetIdiopathische Polyneuropathie
Erkrankung öffnen →Weitere periphere Nervenerkrankungen 2
Was machen periphere Nerven?
Periphere Nerven verbinden Gehirn und Rückenmark mit Muskeln, Haut, Gelenken und inneren Organen. Sie übernehmen dabei unterschiedliche Aufgaben:
- Motorische Nervenfasern leiten Bewegungsbefehle an die Muskulatur.
- Sensible Nervenfasern melden Berührung, Schmerz, Temperatur, Vibration und die Stellung der Gelenke.
- Autonome Nervenfasern beeinflussen automatisch ablaufende Funktionen wie Blutdruck, Schwitzen, Verdauung und Blase.
Welche Beschwerden entstehen, hängt deshalb davon ab, welche Fasern betroffen sind. Eine Erkrankung der peripheren Nerven kann sich bei zwei Menschen sehr unterschiedlich zeigen.
Wie kann sich eine Schädigung zeigen?
Im Alltag können beispielsweise folgende Veränderungen auffallen:
- Kribbeln, Brennen, Taubheit oder Schmerzen,
- unsicherer Gang, besonders im Dunkeln oder auf unebenem Boden,
- häufiges Stolpern oder eine Fußheberschwäche,
- nachlassende Handkraft oder Schwierigkeiten mit feinen Handgriffen,
- Schwindel beim Aufstehen, verändertes Schwitzen oder Verdauungs- und Blasenbeschwerden.
Diese Beschwerden sind nicht beweisend für eine bestimmte Nervenerkrankung. Auch Wirbelsäule, Muskeln, Stoffwechsel, Arzneimittel oder andere Erkrankungen können ähnliche Probleme verursachen.
Neue rasch zunehmende Schwäche, Atem- oder Schluckprobleme müssen unverzüglich medizinisch beurteilt werden. Hinweise dazu finden Sie unter Notfälle und Warnzeichen.
Wie wird das Muster eingeordnet?
Ärztinnen und Ärzte betrachten zuerst das Gesamtbild: Wo begannen die Beschwerden, sind Gefühl, Bewegung oder autonome Funktionen betroffen und wie schnell verändern sie sich?
Zur Einordnung können die neurologische Untersuchung, Laborwerte, Nervenleitmessungen und je nach Fragestellung weitere Untersuchungen gehören. Bei einem möglichen erblichen Muster können Familiengeschichte und genetische Diagnostik hinzukommen.
Die Untersuchungen sollen nicht nur einen Namen finden. Sie sollen vor allem klären, ob eine behandelbare Ursache vorliegt und welche Kontrollen oder Unterstützung sinnvoll sind.
Axon, Myelin und Nervenleitmessung
Genauer erklärt
Ein Nerv besteht aus vielen Nervenfasern. Das Axon ist die eigentliche Faser, die elektrische Signale weiterleitet. Viele Axone sind von Myelin umgeben – einer isolierenden Schicht, die eine schnelle und zuverlässige Weiterleitung unterstützt.
Bei einer axonalen Schädigung ist vor allem die Nervenfaser betroffen. Bei einer demyelinisierenden Schädigung steht die Myelinscheide im Vordergrund. Mischformen sind möglich.
Die Elektroneurographie misst, wie schnell und wie kräftig ein Nerv elektrische Signale weiterleitet. Sie hilft, das Schädigungsmuster einzuordnen. Das Messergebnis nennt jedoch nicht automatisch die Ursache.
Was sagt die Gruppe nicht aus?
„Erkrankung der peripheren Nerven“ ist ein Oberbegriff. Er sagt für sich allein nicht aus,
- welche Ursache vorliegt,
- ob die Erkrankung erblich, entzündlich, stoffwechselbedingt oder anders entstanden ist,
- welche Behandlung geeignet ist,
- wie schnell oder schwer ein persönlicher Verlauf sein wird.
Diese Fragen lassen sich erst aus der konkreten Diagnose und den persönlichen Befunden beantworten.
Fragen für das nächste Arztgespräch
- Sind bei mir Gefühl, Bewegung oder autonome Funktionen betroffen?
- Welches Verteilungsmuster zeigen Untersuchung und Nervenleitmessung?
- Welche behandelbaren Ursachen wurden bereits geprüft?
- Welche Veränderungen sollte ich vor dem nächsten Termin melden?
Quellen und Prüfhinweise
- AWMF/DGN – Diagnostik bei Polyneuropathien
- gesund.bund – Polyneuropathie
- GeneReviews – Überblick zu erblichen CMT-Neuropathien
Quellen geprüft: 20.08.2026

