Erkrankungen dieser Hauptgruppe
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Muskeldystrophien 8
Duchenne-Muskeldystrophie – DMD
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetBecker-Muskeldystrophie – BMD
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetFazio-skapulo-humerale Muskeldystrophie – FSHD
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetGliedergürteldystrophien – LGMD
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetEmery-Dreifuss-Muskeldystrophie
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetKollagen-VI-assoziierte Muskelerkrankungen
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetLAMA2-assoziierte Muskeldystrophien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetWeitere kongenitale Muskeldystrophien
Erkrankung öffnen →Kongenitale und strukturelle Myopathien 7
Kongenitale Myopathien – Überblick
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetNemalin-Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetCentral-Core-Erkrankung
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMulti-Minicore-Erkrankungen
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetCentronukleäre Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMyotubuläre Myopathie
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetRYR1-assoziierte Myopathien
Erkrankung öffnen →Myotone Erkrankungen 3
Muskelkanalopathien und periodische Paralysen 4
Entzündliche Muskelerkrankungen 7
Entzündliche Muskelerkrankungen/Myositis – Überblick
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetDermatomyositis
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetJuvenile Dermatomyositis
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetAntisynthetase-Syndrom
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetImmunvermittelte nekrotisierende Myopathie – IMNM
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetOverlap-Myositis
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetEinschlusskörpermyositis – IBM
Erkrankung öffnen →Stoffwechselbedingte Muskelerkrankungen 6
Stoffwechselmyopathien – Überblick
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMorbus Pompe
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMcArdle-Erkrankung
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetWeitere Glykogenspeicherkrankheiten mit Muskelbeteiligung
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetFettstoffwechselbedingte Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetWeitere metabolische Myopathien
Erkrankung öffnen →Weitere Myopathien 6
Myofibrilläre Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetDistale Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetEndokrine Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetToxische Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetMedikamenteninduzierte Myopathien
Erkrankung öffnen →Zuletzt geöffnetCritical-Illness-Myopathie
Erkrankung öffnen →Was ist eine primäre Muskelerkrankung?
Bei einer primären Muskelerkrankung liegt die wesentliche Störung im Muskel selbst. Die Muskelfasern können Bewegungsbefehle nicht ausreichend umsetzen, Energie nicht passend bereitstellen oder sich nicht normal an- und entspannen.
„Primär“ bedeutet nicht automatisch erblich, früh beginnend oder besonders schwer. Es beschreibt zunächst nur, wo die Hauptursache vermutet wird.
Wie unterscheidet sich die Ursache von Nerven- und Endplattenerkrankungen?
- Bei Motoneuron-Erkrankungen sind Nervenzellen betroffen, die Bewegungen steuern.
- Bei Erkrankungen peripherer Nerven ist die Leitung zwischen Rückenmark und Körper beeinträchtigt.
- Bei Endplattenerkrankungen wird das Signal vom Nerv zum Muskel nicht zuverlässig übertragen.
- Bei primären Muskelerkrankungen liegt die wesentliche Veränderung in der Muskelfaser.
Beschwerden können sich trotzdem ähneln. Die Ursache lässt sich deshalb nicht allein aus dem Gefühl von Schwäche ableiten.
Welche Muster helfen bei der Einordnung?
Ärztlich wird unter anderem geprüft:
- welche Muskeln zuerst und besonders betroffen sind,
- ob Beschwerden seit Geburt, seit der Kindheit oder erst im Erwachsenenalter bestehen,
- ob Kraft, Ausdauer, Entspannung oder Belastbarkeit verändert sind,
- ob Herz, Atmung, Schlucken, Augen oder andere Organe beteiligt sein können,
- ob ähnliche Beschwerden in der Familie vorkommen.
Dieses Muster lenkt die Diagnostik, beweist aber noch keine bestimmte Erkrankung.
Welche Gruppen gibt es?
Genauer erklärt
- Muskeldystrophien sind meist genetisch bedingte Erkrankungen, bei denen Muskelfasern im Verlauf geschädigt und umgebaut werden.
- Kongenitale Myopathien beginnen häufig früh und zeigen charakteristische Veränderungen der Muskelstruktur.
- Entzündliche Myopathien entstehen durch fehlgeleitete Immunreaktionen.
- Stoffwechselmyopathien beeinträchtigen die Energieversorgung des Muskels.
- Muskelkanalopathien verändern die elektrische Erregbarkeit und können Steifigkeit oder vorübergehende Lähmungen verursachen.
Diese Gruppen überschneiden sich teilweise. Die genaue Diagnose zählt mehr als eine grobe Sammelbezeichnung.
Wie wird eine Muskelerkrankung abgeklärt?
Zur Abklärung gehören Krankengeschichte, neurologische Untersuchung und ein genauer Blick auf die Verteilung der Schwäche. Je nach Verdacht folgen Blutwerte wie die Kreatinkinase, elektrische Untersuchungen, Bildgebung der Muskulatur, genetische Diagnostik oder eine Muskelbiopsie.
Nicht jede Person braucht alle Untersuchungen. Ein genetischer Befund wird nur dann als Erklärung gewertet, wenn er zur Erkrankung und zum persönlichen Muster passt.
Warum ist die genaue Diagnose wichtig?
Die Diagnose bestimmt, welche Kontrollen und Behandlungen sinnvoll sind. Bei manchen Erkrankungen müssen Herz oder Atmung regelmäßig überwacht werden, auch wenn dort noch keine Beschwerden bestehen. Bei anderen stehen Beweglichkeit, Schmerz, Stoffwechsel oder eine Immunbehandlung im Vordergrund.
Sie hilft außerdem bei Notfall- und Narkoseplanung, Hilfsmitteln, Familienberatung und der Frage, ob eine krankheitsspezifische Therapie infrage kommt.
Fragen für das nächste Arztgespräch
- Welche Befunde sprechen dafür, dass die Ursache in meinem Muskel liegt?
- Welche behandelbaren oder anders zu versorgenden Ursachen müssen ausgeschlossen werden?
- Müssen Herz, Atmung oder Schlucken bei meinem Verdacht mituntersucht werden?
- Welche Untersuchung soll die genaue Form sichern und was würde das Ergebnis verändern?
Quellen und Prüfhinweise
- Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke – Neuromuskuläre Erkrankungen
- ERN EURO-NMD – Europäisches Referenznetzwerk für neuromuskuläre Erkrankungen
- TREAT-NMD – Versorgungsleitfäden
Quellen geprüft: 20.08.2026

