
Die Grafik zeigt im Herzquerschnitt die Herzklappen und daneben eine vergrößerte Darstellung der Herzkranzgefäße. Die eingebetteten Hinweise benennen beide Strukturen.
Die vier Herzklappen
Damit das Blut möglichst in die richtige Richtung fließt, hat das Herz vier Herzklappen.
Diese heißen:
- Trikuspidalklappe
- Pulmonalklappe
- Mitralklappe
- Aortenklappe
Welche Aufgabe haben Herzklappen?
Herzklappen funktionieren vereinfacht wie Ventile.
Sie öffnen sich, damit Blut weiterfließen kann, und sie schließen sich, damit Blut möglichst nicht in die falsche Richtung zurückfließt.
Wo liegen die Klappen?
- Die Trikuspidalklappe liegt zwischen rechtem Vorhof und rechter Herzkammer.
- Die Pulmonalklappe liegt zwischen rechter Herzkammer und Lungenarterie.
- Die Mitralklappe liegt zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer.
- Die Aortenklappe liegt zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader, also der Aorta.
Was kann an einer Herzklappe krankhaft verändert sein?
Zwei Begriffe sind besonders wichtig:
- Stenose = Verengung
- Insuffizienz = Undichtigkeit beziehungsweise unzureichender Schluss
Eine Klappe kann also zu eng sein oder nicht richtig dicht schließen.
Einfach erklärt
Herzklappen sorgen dafür, dass Blut möglichst geordnet und in die richtige Richtung fließt.
Was bedeutet Systole?
Systole ist ein medizinischer Begriff für eine bestimmte Phase des Herzzyklus.
Gemeint ist die Phase, in der sich die Herzkammern zusammenziehen und Blut auswerfen.
In dieser Phase baut das Herz Druck auf und pumpt Blut weiter:
- rechts in die Lunge
- links in den Körper
Der Begriff Systole taucht Menschen oft auch beim Blutdruck auf, zum Beispiel bei Werten wie 120 zu 80. Die erste Zahl ist der systolische Blutdruck.
Einfach erklärt
Systole ist die Phase, in der das Herz aktiv Blut hinauspumpt.
Was bedeutet Diastole?
Diastole ist die Phase, in der sich das Herz – vor allem die Herzkammern – wieder entspannt und mit Blut füllt.
Nach dem Auswurf in der Systole muss das Herz wieder neu gefüllt werden. Das geschieht in der Diastole.
Auch beim Blutdruck kommt der Begriff vor: Die zweite Zahl, zum Beispiel die 80 bei 120 zu 80, ist der diastolische Blutdruck.
Einfach erklärt
Diastole ist die Phase, in der sich das Herz wieder füllt und auf den nächsten Schlag vorbereitet.
Wichtig
Systole und Diastole beschreiben zunächst normale Funktionsphasen des Herzens.
Sie sind nicht automatisch schon eine Erkrankung.
Die Herzkranzgefäße
Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel selbst mit Blut. Der medizinische Begriff lautet:
Koronararterien = Herzkranzarterien
Das ist ein zentraler Punkt.
Viele Menschen denken:
„Wenn Blut im Herzen ist, versorgt es den Herzmuskel automatisch.“
So einfach ist es nicht.
Der Herzmuskel braucht eine eigene Blutversorgung. Diese erfolgt über die Herzkranzgefäße, die außen über das Herz verlaufen und den Muskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.
Wenn diese Gefäße verengt oder verschlossen sind, kann der Herzmuskel nicht mehr ausreichend versorgt werden. Daraus können Beschwerden wie Angina pectoris oder ein Herzinfarkt entstehen.
Einfach erklärt
Das Herz pumpt Blut – aber es muss auch selbst mit Blut versorgt werden. Das übernehmen die Herzkranzgefäße.
