Herz verstehen

Herzleistung, Blutdruck & Ejektionsfraktion

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Herz, Blutdruckmessgerät und grafische Darstellung einer Ejektionsfraktion von 55 Prozent.

Die Grafik verbindet Herzleistung, Blutdruckmessung und Ejektionsfraktion. Sichtbar ist unter anderem ein Kreiswert von 55 Prozent; die fachliche Einordnung muss zusätzlich als HTML-Text auf der Seite vorhanden sein.

Wie hängen Herz und Blutdruck zusammen?

Das Herz und der Blutdruck hängen eng zusammen.

Wenn das Herz Blut in den Kreislauf pumpt, trägt diese Pumparbeit wesentlich dazu bei, dass Blut durch die Gefäße fließt und Organe sowie Gewebe versorgt werden.

Der Blutdruck entsteht dabei aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Dazu gehören unter anderem:

  • die Pumpleistung des Herzens,
  • die pro Schlag ausgeworfene Blutmenge,
  • die Herzfrequenz,
  • die Blutmenge im Kreislauf,
  • der Widerstand der Blutgefäße,
  • die Elastizität der Gefäße.

Einfach erklärt

Die Pumparbeit des Herzens ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass im Kreislauf ein ausreichender Blutdruck und Blutfluss aufrechterhalten werden.

Wichtig

Ein erhöhter Blutdruck bedeutet nicht automatisch, dass das Herz „stark“ ist.

Im Gegenteil: Bluthochdruck kann das Herz auf Dauer belasten.

Was bedeutet Herzleistung?

Mit Herzleistung ist gemeint, wie gut das Herz seine Pumparbeit erfüllt.

Im Alltag denken viele dabei nur an Kraft. Medizinisch ist es genauer:

Das Herz muss in der Lage sein, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen – in Ruhe und je nach Situation auch unter Belastung.

Schlagvolumen

Das Schlagvolumen ist die Blutmenge, die eine Herzkammer bei einem Herzschlag auswirft.

Herzzeitvolumen

Das Herzzeitvolumen, auch Herzminutenvolumen oder englisch Cardiac Output genannt, beschreibt die Blutmenge, die das Herz innerhalb einer Minute in den Kreislauf pumpt.

Es hängt vor allem zusammen mit:

  • der Herzfrequenz,
  • dem Schlagvolumen.

Wovon hängt die Pumpleistung außerdem ab?

Zum Beispiel von:

  • der Füllung des Herzens,
  • der Kraft des Herzmuskels,
  • dem Herzrhythmus,
  • den Herzklappen,
  • dem Widerstand in den Blutgefäßen.

Ein Herz kann auf dem Papier bestimmte Werte haben und trotzdem Beschwerden verursachen – oder umgekehrt. Deshalb wird die Herzfunktion nie nur mit einem einzelnen Wert vollständig beschrieben.

Was ist die Ejektionsfraktion?

Die Ejektionsfraktion, oft abgekürzt EF, ist ein sehr häufiger Begriff in Herzbefunden.

Sie beschreibt vereinfacht, welcher Anteil des am Ende der Füllungsphase in einer Herzkammer enthaltenen Blutes mit dem nächsten Herzschlag ausgeworfen wird.

Im klinischen Alltag ist mit „EF“ häufig die Ejektionsfraktion der linken Herzkammer gemeint.

Wichtig

Die Ejektionsfraktion ist kein Prozentwert der allgemeinen Herzgesundheit und auch nicht die einzige Aussage über die Herzfunktion.

Sie ist ein wichtiger Messwert, aber nicht die ganze Geschichte.

Zusammenhang mit dem Schlagvolumen

Das Schlagvolumen beschreibt die tatsächliche Blutmenge, die pro Herzschlag ausgeworfen wird.

Die Ejektionsfraktion beschreibt dagegen den Anteil des zuvor gefüllten Blutes, der ausgeworfen wird.

Deshalb sind Schlagvolumen und Ejektionsfraktion nicht dasselbe.

Einfach erklärt

Die Ejektionsfraktion zeigt, welchen Anteil des gefüllten Blutes eine Herzkammer bei einem Herzschlag auswirft.

Häufiges Missverständnis

„Die Ejektionsfraktion sagt alles über das Herz.“

Nein. Sie ist wichtig, aber nur ein Teil der Gesamtbeurteilung.