Kardioversion und Ablation
Bei Herzrhythmusstörungen können unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Bei einer Frequenzkontrolle wird der Herzschlag gebremst, ohne den Rhythmus zwingend zu beenden. Bei einer Rhythmuskontrolle soll ein geordneter Rhythmus wiederhergestellt und möglichst erhalten werden. Welche Strategie passt, hängt unter anderem von Rhythmusstörung, Beschwerden, Herzfunktion und Begleiterkrankungen ab.
Kardioversion
Bei einer Kardioversion soll ein anhaltend gestörter Herzrhythmus in einen geordneten Rhythmus zurückgeführt werden.
Das kann:
- elektrisch mit einem kontrollierten Stromimpuls,
- oder in ausgewählten Situationen medikamentös
erfolgen.
Bei Vorhofflimmern müssen vor und nach einer Kardioversion insbesondere Dauer der Rhythmusstörung und Schutz vor Blutgerinnseln beachtet werden. Eine Kardioversion ist keine Selbstbehandlung und kein Grund, eine verordnete Gerinnungshemmung eigenständig zu verändern.
Ablation
Bei einer Katheterablation werden Bereiche des Herzgewebes behandelt, die eine Rhythmusstörung auslösen oder aufrechterhalten.
Bei Vorhofflimmern spielt häufig die elektrische Entkopplung der Lungenvenen vom linken Vorhof eine zentrale Rolle. Dieser Eingriff heißt Pulmonalvenenisolation.
Je nach Rhythmusstörung werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Eine Ablation kann Rhythmusstörungen deutlich reduzieren, garantiert aber nicht, dass sie niemals wieder auftreten. Manchmal sind weitere Behandlungen oder erneute Eingriffe notwendig.
Auch nach erfolgreicher Ablation entscheidet das persönliche Schlaganfallrisiko darüber, ob eine Gerinnungshemmung weiter erforderlich ist. Sie darf nicht allein wegen eines wiederhergestellten Sinusrhythmus abgesetzt werden.

