
Sexualität und Schwangerschaft
Sexualität
Sexuelle Aktivität ist körperliche Belastung.
Bei stabiler Herzerkrankung ist Sexualität für viele Menschen möglich.
Unsicherheit entsteht häufig nach Herzinfarkt, Operationen oder bei Herzschwäche.
Wichtiger als ein pauschales Verbot ist die individuelle Belastbarkeit und die medizinische Stabilität.
Auch Medikamente können Sexualfunktion beeinflussen. Solche Nebenwirkungen sollten offen angesprochen werden, statt Medikamente eigenständig abzusetzen.
Schwangerschaft und Herzerkrankung
Bei manchen Herzerkrankungen verändert eine Schwangerschaft die Belastung von Herz und Kreislauf deutlich.
Die ESC-Leitlinie 2025 empfiehlt bei erhöhtem Risiko eine strukturierte Betreuung durch ein spezialisiertes Pregnancy Heart Team = interdisziplinäres Team für Schwangerschaft und Herzerkrankung.
Wenn eine relevante Herzerkrankung bekannt ist, ist eine Beratung möglichst vor einer geplanten Schwangerschaft sinnvoll.
Das bedeutet nicht, dass eine Schwangerschaft bei jeder Herzerkrankung ausgeschlossen ist.
Schlaf und psychische Belastung
Schlaf
Schlechter Schlaf kann Wohlbefinden, Blutdruck und Belastbarkeit beeinflussen.
Bei ausgeprägtem Schnarchen, Atempausen oder starker Tagesmüdigkeit kann eine Schlafapnoe relevant sein. Sie kommt unter anderem bei Menschen mit Bluthochdruck, Vorhofflimmern und Herzschwäche vor.
Eine Schlafapnoe wird nicht allein aus Schnarchen diagnostiziert.
Psychische Belastung
Eine Herzerkrankung kann Angst, Unsicherheit oder depressive Beschwerden auslösen.
Umgekehrt können anhaltender Stress und psychische Erkrankungen den Umgang mit Medikamenten, Bewegung und medizinischer Versorgung erschweren.
Psychische Unterstützung ist kein Zeichen, dass Herzbeschwerden „nur psychisch“ wären.
Sie kann ein eigenständiger Teil guter Herzbehandlung sein.
