
Die Grafik zeigt Blutdruckmessgerät, Medikamentenbox und Notizen zu Blutdruck, Gewicht, Puls und Medikamenten.
Medikamente und Werte zu Hause
Medikamente im Alltag
Herzmedikamente wirken oft nur zuverlässig, wenn sie regelmäßig und in der vereinbarten Dosis eingenommen werden.
Praktisch hilfreich können sein:
- aktueller Medikationsplan,
- feste Einnahmeroutine,
- Medikamentenbox,
- dokumentierte Allergien und Unverträglichkeiten,
- Liste der behandelnden Ärztinnen und Ärzte.
Bei neuen Medikamenten aus anderen Fachgebieten sollte auf mögliche Wechselwirkungen geachtet werden.
Herzmedikamente nicht eigenständig auslassen, teilen, verdoppeln oder absetzen, nur weil Blutdruck, Puls oder Befinden an einem einzelnen Tag anders sind.
Blutdruck, Puls und Gewicht zu Hause
Selbstmessungen können bei bestimmten Erkrankungen hilfreich sein.
Sie sollten jedoch einem klaren Zweck dienen.
Beispiele:
- Blutdruckverlauf bei Hypertonie,
- Puls bei bestimmten Rhythmusstörungen,
- Körpergewicht bei Herzschwäche zur Beobachtung möglicher Flüssigkeitseinlagerungen.
Dauerndes Messen ohne vereinbarten Plan kann dagegen verunsichern.
Sinnvoll ist deshalb die Frage: Was soll ich messen – wie oft – und ab welchem Befund soll ich wen kontaktieren?
Impfungen und ein guter Notfallplan
Impfungen und Infektionsschutz
Bei bestimmten Herz-Kreislauf-Erkrankungen können Impfungen Teil der Vorsorge gegen Infektionen sein, die das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belasten können.
Welche Impfungen individuell empfohlen werden, richtet sich nach Alter, Vorerkrankungen und aktuellen nationalen Impfempfehlungen.
Einen guten Notfallplan haben
Bei einer chronischen Herzerkrankung kann es beruhigend sein, vorher zu wissen:
- Welche Beschwerden sind bei meiner Erkrankung erwartbar?
- Welche Veränderung soll ich zeitnah melden?
- Wann muss ich 112 wählen?
- Welche Medikamente nehme ich?
- Welche Diagnosen und Implantate habe ich?
Ein klarer Plan verhindert sowohl gefährliches Abwarten als auch unnötige Panik bei jedem einzelnen Messwert.
