
Bewegung und die richtige Belastung
Bewegung gehört zur Herzgesundheit
Für die meisten Menschen mit stabiler Herz-Kreislauf-Erkrankung ist angepasste körperliche Aktivität sinnvoll.
Dabei geht es nicht automatisch um Leistungssport.
Mögliche Formen sind beispielsweise:
- Gehen,
- Radfahren,
- angepasstes Ausdauertraining,
- leichtes bis moderates Krafttraining,
- Bewegungsprogramme in Rehabilitation oder Herzgruppen.
Welche Belastung geeignet ist, hängt von der Erkrankung und individuellen Leistungsfähigkeit ab.
Wie finde ich die richtige Belastung?
Hilfreich können sein:
- ärztliche Einschätzung der Grunderkrankung,
- Belastungs-EKG oder andere Belastungstests,
- Herzultraschall,
- Rhythmusbeurteilung,
- kardiologische Rehabilitation,
- individuelle Trainingsberatung.
Die ESC-Sportkardiologie-Leitlinie betont gemeinsame Entscheidungen und eine an Erkrankung und Risiko angepasste Belastung.
„Je mehr, desto besser“ gilt bei Herzerkrankungen genauso wenig wie „Herzpatienten müssen sich schonen“.
Wann sollte Belastung unterbrochen werden?
Neue oder ungewöhnliche Beschwerden während Belastung sollten ernst genommen werden, beispielsweise:
- starke Brustbeschwerden,
- ungewöhnlich schwere Atemnot,
- deutlicher Schwindel,
- drohende Bewusstlosigkeit,
- neu auftretendes anhaltendes Herzrasen,
- plötzlich deutlicher Leistungseinbruch.
Bei akut schweren Beschwerden gilt die Herz-Notfallseite und gegebenenfalls Notruf 112.
Rehabilitation nach Herzinfarkt oder Eingriff
Eine kardiologische Rehabilitation kann mehrere Bereiche verbinden:
- medizinische Stabilisierung,
- kontrollierten Trainingsaufbau,
- Medikamentenverständnis,
- Behandlung von Risikofaktoren,
- Ernährung,
- psychische Verarbeitung,
- Rückkehr in Alltag und Beruf.
Wichtig zum Leitlinienstand: Eine neue europäische Leitlinie zur kardialen Rehabilitation ist für Ende August 2026 angekündigt. Am 09.08.2026 ist sie noch nicht veröffentlicht und wird deshalb hier nicht vorweggenommen.
