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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Eine Spondylolisthesis ist eine Verschiebung eines Wirbels gegenüber dem benachbarten Wirbel. Der verständlichere deutsche Begriff lautet Wirbelgleiten. Häufig verschiebt sich ein Wirbel nach vorne. Dafür gibt es unterschiedliche Ursachen: Bei jüngeren Menschen kann beispielsweise ein Defekt in einem Teil des Wirbelbogens eine Rolle spielen. Dieser Defekt wird Spondylolyse genannt. Bei älteren Menschen kann Wirbelgleiten durch Verschleißveränderungen von Bandscheiben und kleinen Wirbelgelenken entstehen. Nicht jede im Röntgenbild sichtbare Verschiebung verursacht Beschwerden.
Verwandte Krankheitsbilder
Spondylolyse: Spalt oder Defekt in einem knöchernen Abschnitt des Wirbelbogens. Eine Spondylolyse kann mit Wirbelgleiten verbunden sein, aber auch ohne Verschiebung eines Wirbels bestehen.
Spinalkanalstenose: Verengung des Wirbelkanals. Der Wirbelkanal ist der knöcherne Kanal innerhalb der Wirbelsäule, in dem Nerven verlaufen. Wirbelgleiten kann zu einer solchen Verengung beitragen.
Bandscheibenvorfall: Bandscheibengewebe verlagert sich über seine normale Begrenzung hinaus und kann auf Nerven drücken. Dabei verschiebt sich nicht der gesamte Wirbelkörper.
Häufige Symptome
häufig keine Beschwerden
Schmerzen im unteren Rücken
Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in einem oder beiden Beinen bei Beteiligung von Nerven
Beschwerden beim längeren Stehen oder Gehen
selten Muskelschwäche oder andere Störungen von Nervenfunktionen, beispielsweise Taubheitsgefühle oder eine verminderte Muskelkraft
Allgemeiner Verlauf
Viele Formen des Wirbelgleitens bleiben lange stabil und verursachen wenig oder keine Beschwerden. Für die Behandlung ist nicht allein entscheidend, wie stark ein Wirbel auf einem Bild verschoben erscheint. Wichtig sind Beschwerden, körperliche Funktion und eine mögliche Beteiligung von Nerven. Neu auftretende Störungen der Blasen- oder Darmkontrolle zusammen mit Rücken- oder Beinsymptomen können auf eine schwere Nervenbeeinträchtigung hinweisen und müssen sofort medizinisch beurteilt werden.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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