Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Primärer Aldosteronismus verständlich erklärt

Dieser Glossareintrag wurde redaktionell erstellt. Für seine Anzeige wird keine KI verwendet.

Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Beim primären Aldosteronismus bilden eine oder beide Nebennieren zu viel Aldosteron. Dieses Hormon hilft normalerweise dabei, Salz-, Wasser- und Kaliumhaushalt zu regulieren. Bei einem dauerhaften Überschuss hält der Körper mehr Natrium zurück, wodurch Bluthochdruck entstehen oder schwerer kontrollierbar werden kann. Früher wurde häufig vom „Conn-Syndrom“ gesprochen. Genau genommen bezeichnet dieser Begriff vor allem einen Aldosteron produzierenden Nebennierentumor. Ein primärer Aldosteronismus kann aber auch durch eine beidseitig erhöhte Aldosteronproduktion entstehen.
Verwandte Krankheitsbilder
  • Essenzielle arterielle Hypertonie: Häufigste Form des Bluthochdrucks ohne einzelne hormonelle Ursache.
  • Sekundärer Hyperaldosteronismus: Aldosteron ist erhöht, weil andere Regulationsmechanismen des Körpers aktiviert sind.
  • Nebennierenadenom: Nicht jedes zufällig entdeckte Adenom produziert Aldosteron.
Häufige Symptome
  • Häufig keine speziellen Beschwerden außer Bluthochdruck
  • Schwer einstellbarer oder ungewöhnlich früh auftretender Bluthochdruck
  • Bei niedrigem Kalium Muskelschwäche oder Krämpfe
  • Herzrhythmusstörungen möglich
  • Ein normaler Kaliumwert schließt die Erkrankung nicht aus
Allgemeiner Verlauf
Die genaue Ursache ist wichtig, weil sich daraus unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten ergeben. Bei einer einseitigen Aldosteronproduktion kann eine Operation infrage kommen, bei beidseitiger Erkrankung meist eine gezielte medikamentöse Behandlung. Primärer Aldosteronismus gehört zu den wichtigen behandelbaren hormonellen Ursachen von Bluthochdruck.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
Sicherheitshinweis
Dieses Portal bietet allgemeine medizinische Informationen. Es ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Therapie. Treffen Sie keine gesundheitlichen Entscheidungen allein auf Basis dieser Inhalte, sondern wenden Sie sich bei Fragen oder Beschwerden an medizinisches Fachpersonal.
Zur StartseiteZum Glossar