Pathologie: Resektionsrand / R0-, R1- oder R2-Situation verständlich erklärt
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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Nach einer Tumoroperation wird unter anderem beurteilt, ob im Körper beziehungsweise am Operationsrand noch Tumorgewebe zurückgeblieben sein könnte. Dafür wird häufig die sogenannte R-Klassifikation verwendet.
R0 bedeutet: kein nachweisbarer Resttumor. R1 bedeutet: mikroskopisch ist noch Tumorgewebe am Resektionsrand nachweisbar. R2 bedeutet: makroskopisch sichtbarer Resttumor ist verblieben. RX bedeutet: Die Situation lässt sich nicht ausreichend beurteilen.
Bedeutung im Alltag
Der Begriff darf nicht mit dem Tumorstadium oder dem Grading verwechselt werden. Ein Tumor kann beispielsweise vollständig entfernt worden sein – R0 – und trotzdem aufgrund seiner Größe oder vorhandener Metastasen ein fortgeschrittenes Stadium haben.
Auch „knapper Resektionsrand“ und R1 sind nicht automatisch dasselbe. Je nach Organ und Tumorart gibt es zusätzliche Definitionen dafür, welcher Abstand zwischen Tumor und Schnittrand prognostisch relevant ist. Die R-Klassifikation beschreibt grundsätzlich, ob Resttumor nachweisbar ist.
Typische Unterlagen
Pathologiebericht
Operationsbericht
Tumorboard
Onkologiebrief
Chirurgischer Entlassungsbericht
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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