Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Orale Candidose (Mundsoor) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Eine orale Candidose, auch Mundsoor genannt, ist eine Pilzinfektion der Mundschleimhaut. Verursacht wird sie durch Hefepilze mit dem Namen Candida; besonders häufig ist die Art Candida albicans. Solche Hefepilze können auch bei gesunden Menschen im Mund vorkommen, ohne eine Erkrankung auszulösen. Erst wenn sie sich stark vermehren und passende Beschwerden oder Schleimhautveränderungen auftreten, kann eine orale Candidose vorliegen. Typisch sind beispielsweise abwischbare weißliche Beläge oder gerötete und brennende Schleimhautbereiche. Begünstigende Faktoren sind unter anderem Zahnprothesen, bestimmte Medikamente, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und eine geschwächte Immunabwehr.
Verwandte Krankheitsbilder
  • Leukoplakie: Weißliche Veränderung der Mundschleimhaut, die sich im Gegensatz zu typischen Soorbelägen nicht einfach abwischen lässt und verschiedene Ursachen haben kann.
  • Rezidivierende orale Aphthen: Wiederkehrende schmerzhafte offene Stellen der Mundschleimhaut. Sie sind keine Candida-Infektion.
  • Prothesenstomatitis: Entzündung der Mundschleimhaut unter einer Zahnprothese. Hefepilze können daran beteiligt sein.
Häufige Symptome
  • weißliche abwischbare Beläge
  • gerötete oder brennende Mundschleimhaut
  • pelziges Mundgefühl oder veränderter Geschmack
  • Schmerzen beim Essen oder Trinken
Allgemeiner Verlauf
Die Erkrankung lässt sich häufig gut behandeln, kann aber bei fortbestehenden Risikofaktoren erneut auftreten. Nicht jeder weiße Belag im Mund ist eine Pilzinfektion.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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