Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Oligoklonale Banden und intrathekale IgG-Synthese (Reiber-Diagramm) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Oligoklonale Banden sind bestimmte Antikörpermuster, die im Liquor und zum Vergleich meist auch im Blutserum untersucht werden. Sie können zeigen, dass Immunglobuline innerhalb des zentralen Nervensystems gebildet werden. Für die quantitative Beurteilung einer solchen intrathekalen Immunglobulinproduktion werden unter anderem Liquor-/Serum-Quotienten im sogenannten Reiber-Diagramm ausgewertet.
Bedeutung im Alltag
Oligoklonale Banden kommen häufig bei Multipler Sklerose vor, sind aber nicht ausschließlich für diese Erkrankung typisch. Sie können auch bei anderen entzündlichen oder infektiösen Erkrankungen des Nervensystems auftreten. Ein positiver Befund allein ist deshalb keine MS-Diagnose. Auch die quantitative Beurteilung der intrathekalen Immunglobulinsynthese wird immer zusammen mit Zellzahl, Blut-Liquor-Schrankenfunktion und weiteren Befunden interpretiert.
Typische Unterlagen
  • Liquorbefund
  • Neurologiebrief
  • MS-/Neuroimmunologie-Diagnostik
  • Lumbalpunktion
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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