Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Multipler Schlaflatenztest (MSLT) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Der Multiple Schlaflatenztest, kurz MSLT, untersucht objektiv, wie schnell eine Person tagsüber unter standardisierten Bedingungen einschläft.

Nach einer überwachten Nacht im Schlaflabor werden tagsüber mehrere festgelegte Gelegenheiten zum Einschlafen angeboten. Dabei wird gemessen, wie lange es bis zum Einschlafen dauert und ob ungewöhnlich schnell sogenannter REM-Schlaf auftritt.
Bedeutung im Alltag
Der Test wird besonders bei Verdacht auf Narkolepsie und in bestimmten Fällen einer idiopathischen Hypersomnie eingesetzt. Ein MSLT ist kein allgemeiner „Müdigkeitstest“.

Schlafmangel, unregelmäßige Schlafzeiten, Medikamente, Schichtarbeit und andere Schlafstörungen können das Ergebnis deutlich beeinflussen. Deshalb gehört eine gute Vorbereitung und meist eine vorherige nächtliche Polysomnographie zur diagnostischen Einordnung.

Bei Narkolepsie können eine stark verkürzte durchschnittliche Einschlafzeit und mehrfach früh auftretende REM-Schlafphasen typische Befundbestandteile sein. Das Ergebnis muss trotzdem gemeinsam mit Krankengeschichte und weiteren Befunden bewertet werden.
Typische Unterlagen
  • Schlaflaborbericht
  • Neurologiebrief
  • Narkolepsie-Spezialambulanz
  • Polysomnographie- und MSLT-Dokumentation
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
Sicherheitshinweis
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