Messbare Resterkrankung (MRD) bei Leukämien verständlich erklärt
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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
MRD bedeutet messbare Resterkrankung – englisch measurable residual disease. Gemeint sind sehr kleine Mengen krankhafter Leukämiezellen, die nach einer Behandlung noch nachweisbar sein können, obwohl Blutbild und normale mikroskopische Untersuchungen möglicherweise bereits unauffällig aussehen.
Für die MRD-Diagnostik werden sehr empfindliche Verfahren eingesetzt, zum Beispiel Durchflusszytometrie oder molekulargenetische Methoden.
Bedeutung im Alltag
„MRD-positiv“ bedeutet nicht automatisch, dass bereits wieder eine offen erkennbare Leukämie vorliegt. Es bedeutet, dass mit einem empfindlichen Test noch krankheitstypische Zellen oder genetische Marker nachweisbar sind.
Wie ein MRD-Ergebnis bewertet wird, hängt stark von der Leukämieform, dem Zeitpunkt der Messung, dem eingesetzten Verfahren und der erreichten Nachweisgrenze ab. Bei bestimmten Leukämien ist die MRD heute ein sehr wichtiger Faktor für die Einschätzung des Therapieansprechens und für weitere Behandlungsentscheidungen.
Typische Unterlagen
Leukämiezentrum
Hämatologiebrief
Molekulargenetischer Befund
Durchflusszytometrie
Knochenmarkkontrolle nach Therapie
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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