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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Eine Kieferklemme, medizinisch Trismus genannt, bedeutet, dass sich der Mund nicht mehr so weit öffnen lässt wie normalerweise. Ursache ist eine eingeschränkte Beweglichkeit des Unterkiefers. Betroffen sein können die Kaumuskeln, das Kiefergelenk oder andere Strukturen im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich.
Eine eingeschränkte Mundöffnung kann beispielsweise bei schmerzhaften oder entzündlichen Veränderungen des Kiefergelenks, einer Störung der Gelenkbewegung, einer Entzündung im Mund- oder Kieferbereich, nach Verletzungen oder Operationen sowie bei einer starken Anspannung oder Verkrampfung der Kaumuskulatur auftreten. Trismus beschreibt dabei zunächst die Funktionsstörung und nicht deren Ursache.
Eine Kieferklemme ist außerdem nicht dasselbe wie eine Kiefergelenkluxation, also ein ausgerenktes Kiefergelenk. Bei einer solchen Ausrenkung kann der Mund im Gegenteil geöffnet feststehen und sich nicht mehr normal schließen.
Bedeutung im Alltag
Eine deutlich eingeschränkte Mundöffnung kann Essen, Abbeißen, Kauen, Zähneputzen, Sprechen und Gähnen erschweren. Sie kann außerdem dazu führen, dass zahnärztliche Untersuchungen oder Behandlungen schwieriger möglich sind. Die ausreichende Mundöffnung ist auch für Mundhygiene und medizinische Zugänge zum Mund- und Rachenraum wichtig.
Neu auftretende oder zunehmende Kieferklemme sollte abgeklärt werden. Besonders bei starken Schmerzen, deutlicher Schwellung, Fieber, Schluck- oder Atemproblemen, nach einer Verletzung oder nach einem Eingriff muss die Ursache zeitnah beurteilt werden. Die Stärke der Mundöffnung allein zeigt nicht sicher, welche Erkrankung dahintersteht.
Typische Unterlagen
Zahnärztlicher Befund oder Funktionsbefund des Kausystems
Bericht der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Untersuchung der Kieferöffnung und Unterkieferbeweglichkeit
Physiotherapie- oder Funktionsbefund
Notfall- oder Krankenhausbericht bei akuter Kieferklemme
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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