IGF-1 und Wachstumshormon-Suppressionstest bei Akromegalieverdacht verständlich erklärt
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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Wachstumshormon – kurz GH – wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet. Es schwankt im Tagesverlauf stark und wird schubweise ausgeschüttet. Deshalb ist eine einzelne Wachstumshormonmessung häufig schwer zu beurteilen.
IGF-1 wird vor allem in der Leber unter dem Einfluss von Wachstumshormon gebildet und bleibt im Blut wesentlich gleichmäßiger. Deshalb wird IGF-1 meist als erster Laborwert bestimmt, wenn der Verdacht auf eine Akromegalie besteht.
Ist die weitere Abklärung notwendig, kann ein Glukosebelastungstest durchgeführt werden. Nach dem Trinken einer festgelegten Glukoselösung sollte die Wachstumshormonausschüttung bei Menschen ohne Akromegalie deutlich zurückgehen.
Bedeutung im Alltag
Ein erhöhter IGF-1-Wert ist nicht automatisch eine Akromegalie. Alter, Schwangerschaft, Leber- oder Nierenerkrankungen, Ernährungszustand und die verwendete Labormethode können die Werte beeinflussen.
Umgekehrt sollte die Diagnose nicht aus typischen äußeren Merkmalen allein gestellt werden. Laborbefunde und anschließend eine Bildgebung der Hypophyse gehören zusammen. Bei einer Akromegalie bleibt das Wachstumshormon nach einer Glukosebelastung typischerweise unzureichend unterdrückt.
Typische Unterlagen
Endokrinologiebrief
Hypophysenambulanz
Hormonlabor
Oraler Glukosetoleranztest
Verlaufskontrolle einer bekannten Akromegalie
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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