Informationen zum Begriff
- Verständlich erklärt
- Das Hodgkin-Lymphom ist eine Form von Lymphknotenkrebs mit charakteristischen Zellen. Viele Unterformen lassen sich heute mit kombinierten Therapien gut behandeln und in vielen Fällen auch heilen. Betroffene werden meist in spezialisierten Zentren begleitet.
- Verwandte Krankheitsbilder
- Klassisches Hodgkin-Lymphom: Häufiger Subtyp mit mehreren Unterformen (z. B. nodulär sklerosierend), der standardisierte Behandlungswege hat.
- Non-Hodgkin-Lymphom: Gruppe von Lymphomen ohne die für Hodgkin-Lymphom typischen Zellen; Verhalten und Therapie unterscheiden sich.
- Häufige Symptome
- Schmerzlose Lymphknotenschwellungen
- Müdigkeit
- Fieber
- Nächtliches Schwitzen
- Gewichtsverlust
- Allgemeiner Verlauf
- Hodgkin-Lymphom wird häufig mit kombinierten Chemo- und Strahlentherapien behandelt. Die Heilungschancen sind bei vielen Patient:innen gut. Im Behandlungsteam wird gemeinsam besprochen, welche Therapie notwendig ist, welche Spätfolgen beobachtet werden müssen und wie Betroffene trotz Therapie möglichst viel Normalität im Alltag behalten können.
- Verlauf, Heilbarkeit und Aussichten
Verlauf: Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Behandlung und Verlauf werden nach Erkrankungsstadium und Risikogruppe eingeordnet. Frühe, intermediäre und fortgeschrittene Stadien werden deshalb unterschiedlich intensiv behandelt. Rückfälle sind möglich und treten vor allem in den ersten Jahren nach der Behandlung auf. Auch bei einem ersten Rückfall wird bei geeigneten Betroffenen häufig weiterhin eine Heilung angestrebt.
Heilbarkeit und Behandlung: Das Hodgkin-Lymphom gehört zu den Krebserkrankungen mit insgesamt sehr guten Heilungsaussichten. Nach der Onkopedia-Leitlinie ist die Behandlung bei Erstdiagnose fast immer auf Heilung ausgerichtet. Bei einem Rückfall können erneut medikamentöse Behandlungen, eine Hochdosistherapie und eine autologe Stammzelltransplantation mit eigenen Blutstammzellen eingesetzt werden. Allerdings kann keine Therapie eine Heilung für jeden Betroffenen garantieren. Bei wiederholten Rückfällen, einer Erkrankung, die nicht ausreichend auf die Behandlung anspricht, oder sehr schweren Begleiterkrankungen kann die Behandlung auch auf Krankheitskontrolle und Beschwerdelinderung ausgerichtet sein.
Lebenserwartung beziehungsweise Aussichten: Das RKI weist für Deutschland für 2021 bis 2023 ein relatives 5-Jahres-Überleben von 88 Prozent bei Frauen und 86 Prozent bei Männern aus. Relativ bedeutet, dass das Überleben der Erkrankten mit dem erwarteten Überleben der allgemeinen Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts verglichen wird. Diese Gruppenwerte sind keine persönliche Lebenszeitprognose. Für die individuelle Aussicht sind insbesondere Stadium und Risikogruppe, Alter und Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, das Ansprechen auf die Erstbehandlung sowie bei einem Rückfall dessen Zeitpunkt, Ausdehnung und Ansprechen auf die erneute Therapie wichtig.
- Medizinische Einordnung
- Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
- Sicherheitshinweis
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