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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Hereditäre spastische Paraplegien sind keine einzelne Erkrankung, sondern eine große Gruppe genetisch bedingter neurologischer Erkrankungen. Gemeinsam ist ihnen vor allem eine zunehmende Spastik und Schwäche der Beine. Spastik bedeutet, dass Muskeln durch eine Störung bestimmter Nervenbahnen ungewöhnlich angespannt beziehungsweise steif werden. Die Erkrankungen betreffen insbesondere lange Nervenbahnen, die vom Gehirn durch das Rückenmark zu den Beinen verlaufen. Je nach genetischer Form können zusätzliche neurologische oder andere Beschwerden auftreten.
Verwandte Krankheitsbilder
Multiple Sklerose: Kann ebenfalls eine spastische Gangstörung verursachen, ist aber eine erworbene entzündliche Erkrankung.
Rückenmarkserkrankungen: Engstellen, Entzündungen oder andere Schädigungen können ähnliche Beschwerden verursachen.
Adrenomyeloneuropathie und andere Stoffwechselerkrankungen: Können ein HSP-ähnliches Bild verursachen und müssen je nach Situation abgegrenzt werden.
Häufige Symptome
Steifer oder zunehmend unsicherer Gang
Beinschwäche
Muskelkrämpfe
Gesteigerte Reflexe
Teilweise Blasenfunktionsstörungen
Verminderte Tiefensensibilität
Bei komplexen Formen weitere neurologische Beschwerden
Allgemeiner Verlauf
HSP ist ein Oberbegriff für zahlreiche genetische Unterformen mit unterschiedlichen Erbgängen und Verläufen. Deshalb lässt sich aus dem Begriff „HSP“ allein weder die Geschwindigkeit des Fortschreitens noch das Ausmaß späterer Einschränkungen ableiten. Bei einer genetischen Diagnose kann zusätzlich eine humangenetische Beratung für Betroffene und Familie sinnvoll sein.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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