Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Hautbiopsie: intraepidermale Nervenfaserdichte (IENFD) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Die Haut enthält sehr feine Nervenfasern, die unter anderem Schmerz und Temperatur vermitteln. Diese sogenannten Small Fibers sind so dünn, dass ihre Funktion mit einer normalen Nervenleitungsuntersuchung oft nicht ausreichend erfasst wird.

Bei einer kleinen Hautstanzbiopsie kann die Zahl der Nervenfasern untersucht werden, die in die Oberhaut hineinreichen. Dieser Messwert wird als intraepidermale Nervenfaserdichte, kurz IENFD, bezeichnet.
Bedeutung im Alltag
Eine verminderte IENFD kann die Diagnose einer Small-Fiber-Neuropathie unterstützen. Sie sagt aber nicht automatisch, wodurch die Nervenschädigung entstanden ist. Diabetes, Autoimmunerkrankungen, bestimmte Stoffwechsel- oder genetische Erkrankungen und weitere Ursachen kommen infrage.

Auch wichtig: Eine normale Hautbiopsie schließt ein neuropathisches Schmerzsyndrom oder eine Small-Fiber-Neuropathie nicht in jeder Situation sicher aus. Befund, typische Beschwerden und gegebenenfalls weitere Untersuchungen wie quantitative sensorische Tests oder autonome Funktionstests werden gemeinsam bewertet.
Typische Unterlagen
  • Neurologiebrief
  • Neuropathologisches Speziallabor
  • Small-Fiber-Sprechstunde
  • Hautstanzbiopsie-Befund
  • Schmerzmedizin
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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