Informationen zum Begriff
- Verständlich erklärt
- Das Endometriumkarzinom ist eine bösartige Erkrankung der Gebärmutterschleimhaut. Es tritt überwiegend nach den Wechseljahren auf und wird häufig früh erkannt, weil ungewöhnliche vaginale Blutungen ein Warnzeichen sein können.
- Verwandte Krankheitsbilder
- Endometriumhyperplasie: Verdickung der Gebärmutterschleimhaut, die je nach Zellveränderungen ein unterschiedliches Krebsrisiko hat.
- Gebärmutterhalskrebs: Andere Krebserkrankung der Gebärmutter, die am Gebärmutterhals entsteht und andere Ursachen und Vorsorgestrategien hat.
- Häufige Symptome
- Blutung nach den Wechseljahren
- ungewöhnliche oder unregelmäßige Blutungen
- wässrig-blutiger Ausfluss
- später Unterbauchbeschwerden
- Allgemeiner Verlauf
- In frühen Stadien ist meist eine Operation die wichtigste Behandlung. Je nach Stadium, Histologie und molekularen Merkmalen können Bestrahlung oder medikamentöse Therapien hinzukommen. Die individuelle Risikoeinstufung bestimmt die Nachbehandlung.
- Verlauf, Heilbarkeit und Aussichten
Verlauf: Gebärmutterkörperkrebs, meist ein Endometriumkarzinom der Gebärmutterschleimhaut, fällt häufig durch ungewöhnliche Blutungen auf und wird deshalb oft in einem frühen Stadium entdeckt. Früh auf die Gebärmutter begrenzte Erkrankungen haben meist gute Aussichten. Der Verlauf ist trotzdem nicht bei allen Tumoren gleich. Endometrioide, seröse, klarzellige und weitere feingewebliche Typen unterscheiden sich in ihrem Rückfallrisiko; zusätzlich werden heute molekulare Merkmale der Krebszellen für die Risikoeinteilung berücksichtigt. Fortgeschrittene oder wiedergekehrte Erkrankungen können Lymphknoten, Nachbarorgane oder entfernte Organe betreffen.
Heilbarkeit und Behandlung: Ein Endometriumkarzinom ist besonders im Frühstadium häufig heilbar. Der Krebsinformationsdienst des DKFZ beschreibt, dass eine Operation Patientinnen mit einem Frühstadium fast immer heilen kann. Dabei werden in der Regel Gebärmutter, Eileiter und meist auch die Eierstöcke entfernt. Abhängig vom Rückfallrisiko können Bestrahlung oder medikamentöse Behandlungen ergänzt werden. Bei fortgeschrittener oder wiedergekehrter Erkrankung kommen unter anderem Chemotherapie, Immuntherapie, Hormontherapie und weitere zielgerichtete Verfahren infrage. Ist Heilung nicht mehr realistisch, zielt die Behandlung auf Krankheitskontrolle, Lebensverlängerung und Beschwerdelinderung.
Lebenserwartung beziehungsweise Aussichten: Das RKI weist für Deutschland 2021 bis 2023 ein relatives 5-Jahres-Überleben von 77 Prozent aus. Relativ bedeutet, dass das Überleben der Erkrankten mit dem erwarteten Überleben der allgemeinen Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts verglichen wird. Dieser Gruppenwert ist keine persönliche Lebenszeitprognose. Entscheidend sind vor allem Stadium, feingeweblicher Typ, molekulare Risikogruppe, Tumorgrad, mögliche Metastasen, Allgemeinzustand und Therapieansprechen.
- Medizinische Einordnung
- Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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