Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Einschlusskörpermyositis (IBM) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Die Einschlusskörpermyositis – englisch inclusion body myositis, kurz IBM – ist eine erworbene Muskelerkrankung, die vor allem im höheren Erwachsenenalter auftritt und langsam fortschreitet. Charakteristisch ist ein besonderes Verteilungsmuster der Muskelschwäche. Häufig sind beispielsweise die Muskeln betroffen, mit denen das Knie gestreckt wird, sowie die Fingerbeuger. Dadurch können Aufstehen, Treppensteigen, Greifen oder das Öffnen von Gegenständen zunehmend schwieriger werden. Die Schwäche kann auf beiden Körperseiten unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
Verwandte Krankheitsbilder
  • Dermatomyositis und andere entzündliche Myositiden: Haben teilweise andere Verteilungsmuster und sprechen anders auf Behandlungen an.
  • Erbliche Muskelerkrankungen: Können ebenfalls langsam fortschreitende Schwäche verursachen.
  • ALS oder andere neuromuskuläre Erkrankungen: Müssen bei bestimmten Schwächemustern differenzialdiagnostisch berücksichtigt werden.
Häufige Symptome
  • Schwäche der Oberschenkel und Kniestrecker
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Treppensteigen
  • Häufige Stürze
  • Schwäche der Finger und Hände
  • Bei einem Teil der Betroffenen Schluckstörungen
Allgemeiner Verlauf
IBM schreitet meist langsam über Jahre fort. Sie unterscheidet sich auch therapeutisch von mehreren anderen entzündlichen Muskelerkrankungen: Klassische immunsuppressive Behandlungen können den Verlauf der IBM bislang nicht in vergleichbarer Weise beeinflussen. Deshalb gewinnen Physiotherapie, Sturzvermeidung, Hilfsmittel und bei Bedarf eine gezielte Schluckdiagnostik besondere Bedeutung.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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