Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Durchflusszytometrie / Immunphänotypisierung von Blut oder Knochenmark verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Bei einer Durchflusszytometrie werden einzelne Zellen mithilfe bestimmter Antikörper untersucht. Diese Antikörper erkennen charakteristische Eiweiße auf oder in den Zellen. Aus der Kombination solcher sogenannten Marker entsteht eine Art biologisches Profil der untersuchten Zellpopulation.

Das Verfahren ist besonders wichtig bei Leukämien und Lymphomen, weil äußerlich ähnlich aussehende Zellen biologisch sehr unterschiedlich sein können.
Bedeutung im Alltag
Bezeichnungen wie „CD19-positiv“, „CD33-positiv“ oder „aberranter Immunphänotyp“ sind keine eigenen Diagnosen. Sie beschreiben Eigenschaften der untersuchten Zellen.

Die Immunphänotypisierung kann helfen festzustellen, aus welcher Zellreihe krankhafte Zellen stammen, wie reif sie sind und welche Marker für weitere Diagnostik oder bestimmte Therapien relevant sein könnten. Bei akuten Leukämien gehört sie gemeinsam mit Knochenmark-, genetischer und molekularer Diagnostik zu den zentralen Untersuchungen.
Typische Unterlagen
  • Hämatologiebrief
  • Durchflusszytometrie-Befund
  • Leukämie- oder Lymphomdiagnostik
  • Knochenmarkbefund
  • Speziallabor
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
Sicherheitshinweis
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