Informationen zum Begriff
- Verständlich erklärt
- Das DLBCL ist eine bösartige Erkrankung von B-Lymphozyten und gehört zu den Non-Hodgkin-Lymphomen. Die veränderten Lymphomzellen wachsen typischerweise vergleichsweise schnell und können Lymphknoten oder andere Organe betreffen.
- Verwandte Krankheitsbilder
- Non-Hodgkin-Lymphom: bereits vorhandener Oberbegriff
- andere B-Zell-Lymphome: können langsamer oder biologisch anders verlaufen
- Hodgkin-Lymphom: andere Lymphomerkrankung.
- Häufige Symptome
- Rasch zunehmende Lymphknotenschwellungen
- Müdigkeit
- Fieber
- Nachtschweiß oder ungewollter Gewichtsverlust
- je nach betroffenem Organ andere Beschwerden.
- Allgemeiner Verlauf
- DLBCL wird medizinisch als aggressives Lymphom bezeichnet. Aggressiv bedeutet in diesem Zusammenhang vor allem schnell wachsend und darf nicht mit einer persönlichen Prognose gleichgesetzt werden.
- Verlauf, Heilbarkeit und Aussichten
Verlauf: Das diffus großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist ein aggressives Lymphom, das meist rasch wächst und ohne wirksame Behandlung schnell fortschreiten kann. Es entsteht aus B-Lymphozyten, einer Untergruppe weißer Blutkörperchen. Wie der Verlauf im Einzelfall aussieht, hängt unter anderem von der Ausbreitung, dem Alter und Allgemeinzustand sowie biologischen und genetischen Eigenschaften der Lymphomzellen ab. Auch der sogenannte Internationale Prognostische Index (IPI), der mehrere Risikofaktoren zusammenfasst, hilft bei der Einordnung.
Heilbarkeit und Behandlung: Das DLBCL ist grundsätzlich heilbar. Die Erstbehandlung wird in der Regel mit dem Ziel durchgeführt, die Erkrankung dauerhaft zu beseitigen. Eine komplette Remission bedeutet, dass mit den verwendeten Untersuchungen keine Erkrankung mehr nachweisbar ist; sie ist ein wichtiges Behandlungsziel, aber keine Garantie dafür, dass niemals ein Rückfall auftritt. Auch bei einem Rückfall können je nach Situation erneut intensive Behandlungen, eine Stammzelltransplantation oder moderne Immuntherapien eingesetzt werden. Wenn schwere Begleiterkrankungen eine solche Behandlung nicht erlauben, kann das Therapieziel anders ausgerichtet sein.
Lebenserwartung beziehungsweise Aussichten: Das RKI weist für Deutschland für 2021 bis 2023 ein relatives 5-Jahres-Überleben von 57 Prozent bei Frauen und 60 Prozent bei Männern aus. Relativ bedeutet, dass das Überleben der Erkrankten mit dem erwarteten Überleben der allgemeinen Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts verglichen wird. Diese Zahlen beschreiben Gruppen und sagen nicht voraus, wie lange ein einzelner Mensch leben wird. Für die persönliche Aussicht sind unter anderem Alter, Allgemeinzustand, Ausbreitung, IPI-Risikogruppe, biologische Merkmale und das Ansprechen auf die Behandlung wichtig.
- Medizinische Einordnung
- Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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