Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Darmkrebs (kolorektales Karzinom) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Darmkrebs bezeichnet in diesem Zusammenhang bösartige Tumoren des Dickdarms oder Mastdarms. Die meisten kolorektalen Karzinome entstehen aus Zellen der Darmschleimhaut.
Verwandte Krankheitsbilder
  • Kolonkarzinom: Krebs des Dickdarms
  • Rektumkarzinom: Krebs des Mastdarms
  • Adenome beziehungsweise bestimmte Darmpolypen: können Vorstufen sein, sind aber nicht automatisch Krebs.
Häufige Symptome
  • Blut im Stuhl
  • veränderte Stuhlgewohnheiten
  • Bauchbeschwerden
  • unerklärte Anämie
  • Gewichtsverlust oder Leistungsminderung
  • frühe Stadien können beschwerdefrei sein.
Allgemeiner Verlauf
Der Oberbegriff Darmkrebs umfasst unterschiedliche Tumorlagen und Krankheitsstadien. Ein Polyp oder Blut im Stuhl allein bedeutet nicht, dass ein kolorektales Karzinom vorliegt.
Verlauf, Heilbarkeit und Aussichten

Verlauf: Darmkrebs des Dick- und Enddarms kann lokal wachsen und sich über Lymph- oder Blutwege in andere Organe ausbreiten. Der Verlauf hängt besonders davon ab, in welchem Stadium der Tumor entdeckt wird. Kolon- und Rektumkarzinome werden in einigen Punkten unterschiedlich behandelt. Früh begrenzte Erkrankungen haben häufig sehr gute Behandlungsmöglichkeiten; bei Fernmetastasen hängt viel davon ab, wie weit die Erkrankung verbreitet ist und ob alle sichtbaren Tumorherde vollständig behandelt werden können.

Heilbarkeit und Behandlung: Darmkrebs ist in frühen und vielen lokal fortgeschrittenen Stadien häufig heilbar. Die wichtigste Grundlage ist meist die vollständige operative Entfernung des Tumors, je nach Situation ergänzt durch medikamentöse Behandlung oder beim Rektumkarzinom auch Strahlentherapie. Selbst bei begrenzten Metastasen, beispielsweise in Leber oder Lunge, kann bei ausgewählten Betroffenen noch ein Behandlungskonzept mit Heilungsziel möglich sein. Ist die metastasierte Erkrankung nicht vollständig behandelbar, stehen langfristige Krankheitskontrolle, Lebensverlängerung und Beschwerdelinderung im Vordergrund.

Lebenserwartung beziehungsweise Aussichten: Für Deutschland liegt das relative 5-Jahres-Überleben 2021 bis 2023 bei rund 66 Prozent für Frauen und 63 Prozent für Männer. Relativ bedeutet, dass das Überleben der Erkrankten mit dem erwarteten Überleben der allgemeinen Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts verglichen wird. Diese Gruppenwerte umfassen alle Stadien und sind keine persönliche Lebenszeitprognose. Entscheidend sind insbesondere Stadium, Tumorlokalisation, vollständige Entfernbarkeit, mögliche Metastasen, molekulare Tumormerkmale, Allgemeinzustand und Therapieansprechen.

Medizinische Einordnung
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