Cushing-Diagnostik: Dexamethason-Hemmtest, spätes Speichelcortisol und freies Cortisol im Urin verständlich erklärt
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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Bei Verdacht auf ein Cushing-Syndrom reicht eine gewöhnliche einzelne Cortisolmessung meist nicht aus. Cortisol schwankt natürlicherweise stark im Tagesverlauf und steigt unter anderem bei Stress an.
Deshalb werden spezielle Verfahren eingesetzt. Beim Dexamethason-Hemmtest wird geprüft, ob sich die körpereigene Cortisolproduktion durch ein künstliches Glukokortikoid ausreichend bremsen lässt. Beim späten Speichelcortisol wird untersucht, ob Cortisol zu einer Tageszeit ungewöhnlich hoch bleibt, zu der es normalerweise niedrig sein sollte. Im 24-Stunden-Urin kann die freie Cortisolausscheidung erfasst werden.
Bedeutung im Alltag
Ein einzelner auffälliger Test beweist nicht automatisch ein Cushing-Syndrom. Medikamente, Schichtarbeit, Schwangerschaft, schwere Erkrankungen und andere Situationen können Ergebnisse beeinflussen.
Deshalb werden geeignete standardisierte Ersttests eingesetzt und auffällige Ergebnisse in der Regel weiter bestätigt. Erst nach dem Nachweis eines tatsächlichen Cortisolüberschusses wird dessen Ursache genauer gesucht.
Typische Unterlagen
Endokrinologiebrief
Hormonlabor
Nebennieren- oder Hypophysenambulanz
Dexamethason-Hemmtest
Speichel- oder 24-Stunden-Urinbefund
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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