Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Charcot-Marie-Tooth-Krankheit (CMT) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Die Charcot-Marie-Tooth-Krankheit bezeichnet eine Gruppe erblicher Erkrankungen der peripheren Nerven. Diese Nerven verbinden Gehirn und Rückenmark unter anderem mit Muskeln und Haut. Je nach CMT-Form sind die Nervenfasern selbst, ihre isolierende Hülle – das Myelin – oder beide Strukturen betroffen. Typischerweise beginnen Veränderungen an Füßen und Unterschenkeln. Später können auch Hände und Unterarme betroffen sein. Die Bezeichnung CMT steht daher nicht für eine einzelne genetische Erkrankung, sondern für zahlreiche unterschiedliche Unterformen.
Verwandte Krankheitsbilder
  • Erworbene Polyneuropathie: Beispielsweise durch Diabetes, Medikamente oder andere Erkrankungen; sie ist nicht erblich bedingt.
  • CIDP: Erworbene entzündliche Polyneuropathie, die teilweise ähnliche neurophysiologische Befunde verursachen kann.
  • Hereditäre motorische Neuropathien: Andere genetische Erkrankungen, bei denen die motorischen Nerven stärker im Vordergrund stehen.
Häufige Symptome
  • Langsam zunehmende Schwäche und Muskelschwund an Füßen und Unterschenkeln
  • Hohlfuß oder andere Fußfehlstellungen
  • Stolpern
  • Abgeschwächte Reflexe
  • Vermindertes Gefühl
  • Später Beeinträchtigung von Feinmotorik und Handkraft
Allgemeiner Verlauf
CMT entwickelt sich häufig langsam, aber Beginn und Schweregrad unterscheiden sich erheblich zwischen den genetischen Unterformen und selbst innerhalb einer Familie. Die genaue Einordnung ist wichtig, weil eine erbliche Neuropathie andere Konsequenzen für Diagnostik, Therapie und Familienberatung hat als beispielsweise eine erworbene entzündliche Polyneuropathie. Physiotherapie, Orthesen und andere Hilfsmittel können je nach Beschwerden Funktionen im Alltag unterstützen.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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