Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Brustkrebs: Östrogenrezeptor-, Progesteronrezeptor- und HER2-Status verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Bei Brustkrebs wird das Tumorgewebe nicht nur danach untersucht, wie es aussieht, sondern auch danach, welche biologischen Eigenschaften die Tumorzellen besitzen.

Der Östrogenrezeptor (ER) und der Progesteronrezeptor (PR) zeigen, ob Tumorzellen Andockstellen für diese Hormone tragen. Der HER2-Status untersucht ein bestimmtes Wachstumsrezeptor-System auf beziehungsweise in den Tumorzellen.

Diese drei Befunde gehören zu den wichtigsten Eigenschaften eines Mammakarzinoms, weil sie entscheidend beeinflussen können, welche systemischen Behandlungen infrage kommen.
Bedeutung im Alltag
„Hormonrezeptor-positiv“ bedeutet nicht, dass im Körper „zu viele Hormone“ vorhanden sind. Es bedeutet, dass die Tumorzellen entsprechende Rezeptoren besitzen und deshalb auf eine endokrine Behandlung ansprechen können.

Auch ein HER2-Befund muss genau gelesen werden. Die immunhistochemische Untersuchung kann unterschiedliche Abstufungen ergeben; bei bestimmten uneindeutigen Konstellationen wird zusätzlich geprüft, ob das HER2-Gen vermehrt vorhanden ist.
Typische Unterlagen
  • Brustbiopsie
  • Pathologiebericht
  • Operationspräparat
  • Brustzentrum
  • Tumorboard
  • Onkologiebrief
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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