Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Blutung nach den Wechseljahren (Postmenopausenblutung) verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Eine Postmenopausenblutung ist eine Blutung aus der Scheide, die nach den Wechseljahren auftritt, nachdem die natürlichen Monatsblutungen bereits beendet sind. Postmenopausal bedeutet „nach der Menopause“, also nach dem endgültigen Ausbleiben der Monatsblutung.

Auch eine leichte Schmierblutung, rosafarbener oder bräunlicher blutiger Ausfluss oder eine einmalige Blutung kann darunter fallen. Der Begriff beschreibt zunächst nur, wann die Blutung auftritt, und sagt noch nichts über ihre Ursache aus.

Nach den Wechseljahren können beispielsweise dünner und empfindlicher gewordene Schleimhäute, gutartige Polypen, bestimmte Medikamente oder Hormonbehandlungen Blutungen verursachen. Es können aber auch Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut bis hin zu Gebärmutterschleimhautkrebs dahinterstehen. Eine Postmenopausenblutung ist deshalb medizinisch anders einzuordnen als eine Zwischenblutung während eines normalen Menstruationszyklus.
Bedeutung im Alltag
Eine Blutung nach den Wechseljahren bedeutet nicht automatisch Krebs. Viele Blutungen haben andere Ursachen. Trotzdem sollte eine solche Blutung gynäkologisch abgeklärt werden, auch wenn sie nur einmal auftritt oder nur gering ist.

Zur Abklärung können beispielsweise eine gynäkologische Untersuchung und ein Ultraschall durch die Scheide gehören. Dabei wird unter anderem die Gebärmutterschleimhaut beurteilt. Je nach Befund, erneutem Auftreten der Blutung und individuellen Risikofaktoren können weitere Untersuchungen notwendig sein. Die Blutungsstärke allein erlaubt keine zuverlässige Aussage darüber, ob eine harmlose oder behandlungsbedürftige Ursache vorliegt.
Typische Unterlagen
  • Gynäkologischer Bericht
  • Hausarztunterlagen
  • Ultraschallbefund der Gebärmutter
  • Befund zur Gebärmutterschleimhaut
  • Bericht über eine Gewebeentnahme oder Gebärmutterspiegelung bei entsprechender Abklärung
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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