Informationen zum Begriff
- Verständlich erklärt
- Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine bösartige Tumorerkrankung der Bauchspeicheldrüse. Die häufigste Form entsteht im Gewebe, das Verdauungssäfte bildet beziehungsweise ableitet, und wird meist als duktales Adenokarzinom bezeichnet.
- Verwandte Krankheitsbilder
- Chronische Pankreatitis: Entzündung der Bauchspeicheldrüse und keine Krebserkrankung
- Neuroendokriner Tumor des Pankreas: seltenere, biologisch andere Tumorgruppe
- Pankreaszysten: können sehr unterschiedliche und auch gutartige Ursachen haben.
- Häufige Symptome
- Anfangs häufig keine eindeutigen Beschwerden
- möglich sind Oberbauch- oder Rückenschmerzen, Gewichtsverlust, Appetitverlust, Gelbsucht oder neu auftretende Stoffwechselveränderungen.
- Allgemeiner Verlauf
- Pankreaskarzinom bezeichnet nicht jede Raumforderung oder jeden Tumor der Bauchspeicheldrüse. Tumorart, Lage und Ausbreitung müssen gesondert bestimmt werden.
- Verlauf, Heilbarkeit und Aussichten
Verlauf: Bauchspeicheldrüsenkrebs wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, weil frühe Beschwerden fehlen oder unspezifisch sein können. Der Tumor kann in umliegendes Gewebe einwachsen und sich über Lymph- und Blutwege in andere Organe ausbreiten. Für den Verlauf ist besonders wichtig, ob er vollständig operiert werden kann. Manche lokal fortgeschrittenen Tumoren werden zunächst medikamentös behandelt und später erneut darauf geprüft, ob eine Operation möglich geworden ist. Die Verläufe unterscheiden sich deshalb deutlich zwischen Betroffenen.
Heilbarkeit und Behandlung: Eine dauerhafte Heilung ist vor allem dann möglich, wenn der Tumor vollständig operativ entfernt werden kann. Die aktuelle deutsche S3-Leitlinie bezeichnet die Operation als das einzige potenziell heilende Therapieverfahren. Nach einer Operation wird meist eine ergänzende Chemotherapie eingesetzt, um verbliebene Krebszellen zu bekämpfen und das Rückfallrisiko zu senken. Ist der Tumor nicht vollständig operierbar oder hat er Fernmetastasen gebildet, steht meist die Krankheitskontrolle im Vordergrund. Medikamente können dann das Wachstum bremsen, Beschwerden lindern und das Überleben verlängern. Eine Remission, also ein deutlicher Rückgang der nachweisbaren Erkrankung, ist nicht automatisch Heilung.
Lebenserwartung beziehungsweise Aussichten: Das RKI weist für Deutschland für 2021 bis 2023 ein relatives 5-Jahres-Überleben von 11 Prozent bei Frauen und 11 Prozent bei Männern aus. Relativ bedeutet, dass das Überleben der Erkrankten mit dem erwarteten Überleben der allgemeinen Bevölkerung gleichen Alters und Geschlechts verglichen wird. Diese Zahl beschreibt eine große Gruppe mit allen Krankheitsstadien und ist keine persönliche Lebenszeitprognose. Die individuelle Aussicht hängt vor allem von Stadium, vollständiger Operabilität, Lymphknotenbefall, Allgemeinzustand, Begleiterkrankungen, Tumorbiologie und Therapieansprechen ab.
- Medizinische Einordnung
- Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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