Patavio-Glossar · Redaktioneller Eintrag

Atraumatische Femurkopfnekrose verständlich erklärt

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Informationen zum Begriff

Verständlich erklärt
Bei einer atraumatischen Femurkopfnekrose stirbt Knochengewebe im Kopf des Oberschenkelknochens ab, ohne dass zuvor eine schwere Verletzung wie ein Knochenbruch oder eine Ausrenkung des Hüftgelenks die Ursache war. Femur ist der medizinische Name für den Oberschenkelknochen, der Femurkopf bildet dessen kugelförmiges oberes Ende im Hüftgelenk. Nekrose bedeutet das Absterben von Gewebe, und atraumatisch bedeutet „nicht durch eine Verletzung verursacht“. Eine gestörte Versorgung des Knochengewebes spielt bei der Entstehung eine wesentliche Rolle. Mögliche Risikofaktoren sind beispielsweise eine länger dauernde oder hoch dosierte Behandlung mit Kortisonpräparaten und hoher Alkoholkonsum. Bei einem Teil der Betroffenen bleibt die genaue Ursache unklar.
Verwandte Krankheitsbilder
  • Hüftarthrose: Verschleißerkrankung des Hüftgelenks. Eine fortgeschrittene Femurkopfnekrose kann später selbst zu einer Arthrose führen.
  • Traumatische Femurkopfnekrose: Absterben von Knochengewebe nach einer schweren Verletzung, beispielsweise nach einem Bruch des Oberschenkelhalses oder einer Ausrenkung der Hüfte.
  • Knochenmarködemsyndrom: Erkrankung mit einer vorübergehenden vermehrten Flüssigkeitseinlagerung im Knochenmark, die ebenfalls Hüftschmerzen verursachen kann. „Ödem“ bedeutet Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe.
Häufige Symptome
  • Schmerzen in der Leiste oder Hüfte
  • Schmerzen bei Belastung
  • Schmerzen können in Oberschenkel oder Knie ausstrahlen
  • zunehmende Einschränkung der Hüftbeweglichkeit
  • im frühen Stadium teilweise noch keine oder nur geringe Beschwerden
Allgemeiner Verlauf
Im frühen Stadium kann die äußere Form des Hüftkopfes noch erhalten sein. Schreitet die Erkrankung fort, kann der geschädigte Knochen seine Stabilität verlieren und der Hüftkopf teilweise einbrechen. Dadurch kann sich anschließend ein Verschleiß des Hüftgelenks entwickeln. Für die Behandlung sind insbesondere Stadium, Größe und Lage der betroffenen Knochenregion sowie Beschwerden und Alter der betroffenen Person wichtig.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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