Arginin-Vasopressin-Mangel und Arginin-Vasopressin-Resistenz verständlich erklärt
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Informationen zum Begriff
Verständlich erklärt
Arginin-Vasopressin – kurz AVP und auch als antidiuretisches Hormon bekannt – hilft den Nieren dabei, Wasser im Körper zurückzuhalten. Wird zu wenig AVP gebildet oder ausgeschüttet, spricht man heute von Arginin-Vasopressin-Mangel (AVP-D). Reagieren die Nieren nicht ausreichend auf das vorhandene Hormon, wird dies als Arginin-Vasopressin-Resistenz (AVP-R) bezeichnet. Früher hießen diese Erkrankungen zentraler beziehungsweise nephrogener Diabetes insipidus. Internationale Fachgesellschaften empfehlen die neuen Namen ausdrücklich, weil Verwechslungen mit Diabetes mellitus zu gefährlichen Fehlern geführt haben.
Verwandte Krankheitsbilder
Diabetes mellitus: Kann ebenfalls starkes Wasserlassen und Durst verursachen, hat aber einen völlig anderen Mechanismus.
Primäre Polydipsie: Sehr hohe Trinkmenge aus anderer Ursache kann ebenfalls stark verdünnten Urin verursachen.
Andere Ursachen einer Polyurie: Beispielsweise bestimmte Medikamente oder Stoffwechselstörungen.
Häufige Symptome
Sehr große Mengen stark verdünnten Urins
Häufiges Wasserlassen auch nachts
Ausgeprägter Durst
Bei unzureichendem Trinken Austrocknung und gefährliche Veränderungen des Natriumwertes möglich
Allgemeiner Verlauf
Die genaue Unterscheidung zwischen AVP-Mangel, AVP-Resistenz und primärer Polydipsie ist wichtig, weil die Behandlungen grundlegend verschieden sind. Die internationale Umbenennung von Diabetes insipidus zu AVP-D beziehungsweise AVP-R wurde von mehreren endokrinologischen Fachgesellschaften gemeinsam vorgeschlagen und ausdrücklich mit Patientensicherheit begründet.
Medizinische Einordnung
Kontrollbedürftig / mit Ärzt:innen besprechen.
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